Studienauftrag - Mühlegut I

 

Studienauftrag - Kloster Heiligkreuz Cham

Bauherrschaft: Huwiler & Partner Treuhand AG, Cham

Studienauftrag 2012

Graf Stampfli Jenni Architekten AG
agps.architecture

Ausgehend von Kapelle und Wohnhaus auf dem Hügel bei Lindencham, hat sich während 150 Jahren in stetiger Transformation die Klosternalage Heiligkreuz entwickelt. Bei der Entwicklung der Klosteranlage kam der Funktionalität stets ein hoher Stellenwert zu. Nicht mehr nutzbare Elemente wurden pragmatisch durch zweckmässigere ersetzt. 

MORGEN
In der ersten Etappe wird der sechsgeschossige Neubau für Wohnen als Verlängerung des Schwesternhauses, der zwei- bis dreigeschossige Neubau der Klinik als Erweiterung der Klostermauer sowie der südliche Trakt des westlichen Neubaus für Personalwohnungen und Wohngemeinschaften realisiert. Dadurch erhalten die beiden grossen Aussenräume - Gartenhof im Süden und Parkhof im Norden - im Zusammenwirken mit den bestehenden Bauten bereits in der ersten Etappe ihre klare räumliche Definition. Die Gesamtfigur erreicht die angestrebte Ausdehnung und Form.


ÜBERMORGEN
In der zweiten Etappe werden das Personalgebäude ersetzt, das Kindergartengebäude entfernt und das bestehende Werkstattgebäude umgenutzt. Das Wohngebäude für den Gutshof wird aufder Nordseite der Strasse gegenüber dem Bauernhaus realisiert, das Gästehaus wird durch einen Neubau ersetzt. Durch die vorgeschlagene Bebauung entsteht ein grosszügiger zusammenhängender Hof von der Kirche bis zum neuen Wohngebäude im Westen. Dieser wird durch die Kapelle in zwei Bereiche zoniert: in den Ziergarten mit baumbestandenen, geometrisch angeordneten Rasenfeldern und in den weiter entwickelten Parkhof, der den Zugangsbereich mit Vorfahrt sowohl zur Pforte des kirchlichen Bereichs als auch zum Empfangsbereich des neuen weltlichen Teils bildet.

ÜBERÜBERMORGEN
Langfristig ist eine Erneuerung des Schwesternhauses für eine zu diesem Zeitpunkt relevante Wohnnutzung durch Transformation oder Neubau im Perimeter des Bestandes unter Erhalt des Kapellengebäudes vorgesehen. Dabei wird das Volumen in seiner Höhenausdehnung auf die Traufkante von Kirche und Querbau begrenzt. So tritt die Kirche innerhalb der Gesamtanlage wieder in der ihr angemessenen Bedeutung in Erscheinung und die Gesamtanlage erhält das angestrebte räumlich volumetrische Gelichgewicht.